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Windpocken, was nun?

Windpocken Kind

Windpocken werden medizinisch Varizella-Zoster-Virus genannt. Sie werden umgangssprachlich Windpocken genannt, weil sie hochansteckend sind und sich buchstäblich mit dem Wind ausbreiten. Sollte in dem Kindergarten oder in der Schule Deines Kindes ein Kind an Windpocken erkrankt sein, kannst Du fast sicher davon ausgehen, dass Dein Kind in den nächsten 10 bis 12 Tagen (Inkubationszeit 10 bis 28 Tage) auch erkrankt.

Die Diagnose fällt nicht schwer

Obwohl Windpocken für Dich als fürsorgliche Mutter recht einfach zu diagnostizieren sind, solltest Du auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Windpocken sehen aus, wie kleine, mit Wasser gefüllte Bläschen. Sie jucken heftig und können sich entzünden. Damit aus den harmlos aussehenden Windpocken keine unschönen Narben entstehen, solltest Du daher sofort zu Beginn der Krankheit einen Kinderarzt oder Euren Hausarzt aufsuchen. Dieser wird die dann Deine eigene Diagnose sicherlich bestätigen und sofort ein Puder oder eine Lotion gegen den Juckreiz verschreiben. Bevor Du den Arzt Deiner Wahl aufsuchst, solltest Du allerdings in der Sprechstunde anrufen und vorab warnen, dass Du gleich mit einem Kind kommst, dass wahrscheinlich Windpocken hast.

Nur so können der Arzt und das Personal reagieren und eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern. Im Grunde profitierst Du von Deiner vorherigen Warnung. Ihr werdet gemeinsam bestimmt in ein abgeschlossenes Behandlungszimmer geführt und müsst nicht im Wartezimmer auf die Behandlung warten. Es ist ganz normal, wenn Ihr sogar noch vorgezogen behandelt werdet. Ärzte sind immer bemüht, Patienten mit ansteckenden Krankheiten so schnell wie möglich wieder aus der Praxis zu entlassen. Es lohnt sich daher wirklich, wenn Du Euch vorher ankündigst. Dein Kind wird es Dir danken. Selbst ansonsten sehr muntere Kinder sind schläfrig und schlapp, wenn sie an Windpocken erkrankt sind. Sobald Ihr nach der Untersuchung wieder zu Hause seid, sollte sich Dein Kind ins Bett legen.

Das Immunsystem sollte gestärkt werden

Du kannst Deinem Kind die Last der Krankheit kaum abnehmen, aber Du kannst es unterstützen. Biete ihm viel Ruhe und Geborgenheit. Sorge dafür, dass es sich wirklich im Bett aufhält und entspannt schlafen kann. Zwischendurch solltest Du Dein Kind mit kleinen Mahlzeiten verwöhnen. Es wird sicherlich nicht viel Appetit haben, daher solltest Du Dich erkundigen, welche Speisen es gerade besonders gerne mag. Vergiss nicht, die juckenden Hautstellen stetig, mit der verschriebenen Medizin, zu versorgen. Der Besuch von anderen Kindern ist tabu. Weder Dein Kind, noch Du, solltet das Haus verlassen. Die Krankheit ist hochansteckend, daher solltet Ihr den Kontakt zu anderen Menschen nach Möglichkeit meiden.

Eines sollte Dich trösten, mehr als 90 Prozent aller Menschen, die an Windpocken erkrankt sind, besitzen danach eine lebenslange Immunität. Solltest Du als Kind schon einmal Windpocken gehabt haben, wirst Du von der lästigen Krankheit sicherlich verschont bleiben. Allerdings kannst Du die Krankheit übertragen, daher solltest Du das Haus ebenfalls nicht verlassen. In der Regel treten im Verlauf der Krankheit keine riskanten Situationen ein. Nur bei einem Bruchteil aller erkrankten Kinder kann es zu Spätfolgen kommen. Du solltest Dein Kind daher sorgsam pflegen und beobachten. Solange die juckenden Bläschen noch nicht komplett abgetrocknet sind, besteht Ansteckungsgefahr. Lass Dein Kind nach überstandener Krankheit am besten noch einmal ärztlich untersuchen, damit Du Dir ganz sicher sein kannst, das alles in Ordnung ist.

Bildquelle: www.wikipedia.org

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