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Wenn Babys zahnen

Milchzahn Kind

Für Eltern kann es ganz schön anstrengend werden, wenn das Baby seine ersten Zähne bekommt. Beim ersten Kind ist es besonders schwierig, da man den Grund für die zunehmende Unruhe oft nicht genau erkennt. Gerade ist es nachts einigermassen ruhig geworden, wird die Nacht plötzlich durch das unruhige Kind wieder zu einer anstrengenden Überbrückung bis zum neuen Tag.

Das sogenannte „Einschiessen“ der ersten Zähne in den Kiefer, das bis zu acht Wochen dauern kann, bis der erste Milchzahn zu sehen ist, ist sehr häufig die Ursache der nächtlichen Unruhe. Viele Eltern empfinden diese Zeit wesentlich länger, als sie ist und können es kaum erwarten, bis diese Phase vorbei geht. In der Zeit des Zahnens werden unweigerlich einige Fragen offen sein: Wie erkennt man, dass es zahnt? Soll schon beim ersten Zahn geputzt werden? Das Beste ist, wenn Sie mit Ihrem Kinderarzt ein Gespräch zu diesem Thema suchen, damit alle Fragen fachgerecht beantwortet werden.

Zahndurchbruch und Reihenfolge beim Zahnen

Die Zeitspanne, in der das Baby seine Zähne bekommt, ist sehr unterschiedlich, weshalb es keinen genauen Zeitplan dafür gibt. Es kann durchaus sein, dass ein Baby schon nach zehn Wochen den ersten Zahn bekommt; es besteht aber auch die Möglichkeit, dass es den ersten Zahn erst mit dem vollendeten ersten Lebensjahr erhält. Grundsätzlich kann man hingegen mit Bestimmtheit festlegen, wie die Reihenfolge der Zahnentwicklung ist.

  1. Die ersten Zähne scheinen mit etwa sechs Monaten durch. Zuerst sind die Zähne noch durchsichtig, werden in ein paar Wochen jedoch weiss.
  2. Danach kommen die Zähne mit der Nummer zwei.
  3. Mit etwa neun Monaten schimmern weitere Zähne durch.

Welche Zähne schlussendlich zuerst ganz durchstossen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Im Durchschnitt lächelt Sie ein Baby mit der Vollendung des erstens Lebensjahres mit 6-8 Zähnen an.

  1. Etwa mit 14 Monaten kommen die ersten Backenzähne.
  2. Die letzten Zähne machen sich mit 1½-2 Jahren bemerkbar. Spätestens nach dem zweiten Lebensjahr sind die letzten Backenzähne da.

Zahnen und die Anzeichen

Es gibt einige Anzeichen, wie Sie ein Zahnen des Babys erkennen und richtig reagieren können. Genannte Symptome beim Zahnen können sein:

  • vermehrter Speichelfluss
  • Das Baby nimmt öfter die Hand in den Mund.
  • schubweise intensives Schreien
  • vermehrte nächtliche Unruhe
  • gerötete Wangen
  • gerötetes und angeschwollenes Zahnfleisch
  • Durchfall
  • erhöhte Temperatur

Wenn das Baby starken Durchfall und Fieber bekommt, sollte unbedingt der Kinderarzt hinzugezogen werden, denn es könnte auch eine Infektion sein.

Abstillen beim Zahnen

Die ersten Zähne sind kein Hindernis für das Stillen mit der Brust. Beim Saugen sind die Babyzähne nicht im Weg und das Baby beisst in der Regel auch nicht in die Brust der Mutter - wenngleich dies nicht auszuschliessen ist. Um dem vorzubeugen, sollte das Baby schnell von der Brust der Mutter genommen werden, sobald es satt ist.

Die kindlichen Schmerzen

Für Eltern gibt es nichts Schlimmeres als ein schreiendes Baby. Um dem Baby das Zahnen etwas erträglicher zu machen, kann beispielsweise ein Beissring benutzt werden. Dieser sollte aber keine Weichmacher (Phthalate) enthalten, da diese Stoffe gerade für Babys gesundheitsschädlich sind. Sehr praktisch sind Beissringe mit Griffen, damit das Baby den Ring gut in die Hand nehmen kann. Es gibt auch Beissringe, die eine Flüssigkeit enthalten und im Kühlschrank gekühlt werden können. Der Beissring sollte dabei nie ins Gefrierfach gelegt werden - dies könnte unter Umständen Kälte-Verbrennungen verursachen. Um mögliche Lebensmittelvergiftungen beim Baby zu vermeiden, sollte der Beissring auch nicht in das Gemüsefach oder neben anderen verderblichen Lebensmitteln gelegt werden.

Als Alternative können frische Biokarotten oder ein Stück geschälter Apfel benutzt werden. Hartes, altes Brot ist mit Vorsicht anzuwenden, da es beim Baby Blähungen und unangenehme Bauchschmerzen verursachen kann. Falls Sie diese Phase ohne natürliche Mittel oder Medikamente durchstehen möchten, sind Ablenkung und Spielen die besten Mittel gegen Schmerzen. Gestalten Sie den Tag, wie Sie es immer tun, besuchen Sie die Grosseltern oder gehen Sie in den Zoo usw. Das Baby vergisst seine Schmerzen, wenn es am Tag viel Ablenkung bekommt und ist abends erschöpft, sodass es besser schläft.

Dem Kind können ausserdem homöopathische Mittel beim Zahnen eine Erleichterung verschaffen. Viele Eltern haben gute Erfahrungen damit gemacht. Allerdings sollten Sie sich vor dem Einsatz von einer Homöopathin oder dem Kinderarzt beraten lassen.

Zu Medikamenten aller Art sollten Sie nur im Notfall und in Absprache mit dem Kinderarzt greifen. Oftmals können Babys beim Zahnen zu einer leichten Immunschwäche neigen und einen kleinen Infekt aufweisen. Das Zahnen ist etwas Natürliches; wenn Sie dem Kind die Schmerzen erträglicher machen möchten, können Sie sehr gut mit einer Zahnungscreme aus der Apotheke Hilfe leisten, die vor dem Schlafen auf den Kiefer massiert wird. Eine Kiefermassage ohne Creme kann für viele Babys ebenfalls angenehm und eine Erleichterung für den Durchbruch der ersten Zähne sein.

Nicht zu empfehlen

Es gibt viele Eltern, die zur Erleichterung für das Baby auf eine Bernsteinkette schwören und sie nicht missen wollen. Die Gefahr bei diesen Ketten ist allerdings nicht zu vernachlässigen, denn alle Halsketten im ersten Lebensjahr des Kindes tragen ein Risiko: Sie können daran hängen bleiben oder durch Ziehen gefährliche Einschnürungen verursachen. Durch eine defekte Kette besteht die Möglichkeit, dass das Baby die Kettenteile in verschiedene Körperöffnungen steckt - dabei sind Nase oder Ohr sehr beliebt. Es besteht auch eine Erstickungsgefahr, wenn es die Kugeln in den Mund nimmt. Damit sind die Risiken weitaus grösser als die nicht wissenschaftlich begründete positive Wirkung.

Die Pflege

Die richtige Zahn- bzw. Mundpflege ist schon vom ersten Zahn an wichtig, auch wenn die weitergegebenen Gene eine nicht unwesentliche Rolle bei der Gesundheit der Babyzähne spielen. Die Muttermilch enthält Laktose, die Karies verursachen kann, weshalb bereits bei einem stillenden Baby auf die Zahnhygiene geachtet und mehrmals täglich geputzt werden sollte. Am Abend sollten nie gesüsste Nahrungsmittel oder süsse Getränke oder Tees gegeben werden; stattdessen sollte das Baby abgekochtes Wasser zum Trinken bekommen. Ab einem Alter von neun Monaten sollte das Baby gewöhnt sein, aus einem Becher zu trinken, denn auch das Saugen an der Flasche begünstigt Karies und ist bei längerer Nutzung schwer abzugewöhnen.

Putzen Sie die Zähne des Babys mindestens zweimal täglich mit Zahnbürste und Zahncreme. Es gibt auch die Möglichkeit einer Fingerzahnbürste. Bei sehr aktiven Kindern ist dieses Produkt zur Zahnpflege von Vorteil, da es den Mundraum nicht verletzen kann. Bei der Zahncreme ist darauf zu achten, dass sie Fluorid enthält und nicht mit einem süssen Geschmack angereichert ist. Dieser Stoff ist wichtig für gesunde Zähne und das Baby kommt nicht auf die Idee, die Zahnpasta aufzuessen oder daran zu naschen.

Bildquelle: csontoslea / freeimages.com

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