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Ernährung: Wenig Abwechslung ist oft mehr

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Die meisten Eltern sind der Meinung, dass ausgewogene Kost nur durch Abwechslung im Speiseplan erreicht werden kann. Das ist auf einer Seite auch richtig so. Du musst aber aufpassen, ab welchem Alter. Solltest Du Dein Kind Stillen und möchtest nun auf normale Kost umstellen, musst Du ganz behutsam sein. Gib Deinem Kind Zeit und wechsel die Auswahl an Lebensmitteln nur zaghaft.

Zu viel Abwechslung kann Allergien fördern

In der Abstillphase ersetzt Du ganz langsam eine Milchmahlzeit nach der anderen mit Breinahrung. Das kann ein Obstbrei sein, aber auch ein Getreidebrei. Hierbei solltest Du ganz langsam vorgehen, da sich der Magen Deines Kindes erst einmal an die Umstellung gewöhnen muss. Beginne am besten am Nachmittag mit einem leichten Obstbrei (Birne oder Apfel). Etwa zwei Wochen vergehen, bis sich Dein Kind an die neue Nahrung gewöhnt hat und auch den Löffel akzeptiert. Die gleiche Zeit braucht Dein Körper, um am Nachmittag weniger Milch zu produzieren. Du solltest Dir und Deinem Kind daher die Umgewöhnungsphase erleichtern und keinen unnötigen Stress aufbauen. Fütter in den ersten Wochen immer nur die gleiche Obstsorte.

Natürlich sind die Angebote im Supermarktregal für Obstbreie verlockend. Aprikose, Pfirsich, Mango, Maracuja, Banane, Birne und viele Sorten mehr. Probiere diese aber bitte nicht alle in den ersten Wochen aus. Bleib bei einer Sorte. Würdest Du viele Sorten hintereinander verfüttern, könnte es sein, dass Du das Allergierisiko bei Deinem Kind erhöhen würdest, obwohl Du es einfach nur gut meinst. Gehe daher nicht von Dir aus. Später lernt Dein Kind alle anderen Geschmacksrichtungen noch früh genug kennen. Anfangs ist weniger wirklich mehr. Dein Kind wird keine Mangelerscheinungen bekommen, da auch eine einzige Breisorte ausreichend viele verschiedene Vitamine und Mineralien enthält. Zudem ernährst Du es weiterhin, zu den anderen Mahlzeiten mit Deiner Muttermilch (oder mit dem Fläschchen).

Gläschen oder selber kochen?

Hast Du Dich schon gefragt, was gesünder für Dein Kind ist, fertige Gläschen oder die selbst gekochte Mahlzeit? Eines ist sicher, Gläschen sind stets unter labortechnischer Kontrolle, Deine eigenen Mahlzeiten nicht. Du kannst Deinem Kind nach, und während der Stillzeit nicht das gleiche Essen geben, was Du für Dich und die Familie kochst, auch nicht, wenn Du es pürierst. Auf Salz und andere scharfe Gewürze, sollte bei der Zubereitung fast ganz verzichtet werden, kannst Du das gewährleisten? Zudem kommt die Qualität der Lebensmittel, die verwendet werden. Kannst Du bei einem vertrauenswürdigen Biohändler in Deiner Region einkaufen? Gerade dann, wenn ein Kind noch sehr klein ist, ist die Qualität der verwendeten Lebensmittel noch wichtiger, als später, wenn es schon grösser ist.

Es lohnt sich kaum, so kleine Extraportionen für Dein Kind zu kochen, es sei denn, Du teilst den Obst- oder Gemüsebrei gleich nach der Zubereitung auf und frierst in portioniert ein. Solange Du achtsam bei der Zubereitung bist und qualitativ hochwertig einkaufst, spricht nichts dagegen, wenn Du selber für dein Kind kochst. Du brauchst aber auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Du Gläschen fütterst. Achte darauf, dass Dein Kind von Anfang an nicht zu viel Zucker und Salz in der Nahrung hat. Hat sich der Geschmackssinn erst einmal an Salz und Zucker gewöhnt, sind diese eher ungesunden Zutaten schwerlich wieder abzugewöhnen.

Bildquelle: Jörg Brinckheger / pixelio.de

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