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Impfung gegen FSME

FSME Impfung

Obwohl die Erkrankungen von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) in den letzten Jahren rückläufig war, ist das Risiko nicht zu unterschätzen. FSME wird hauptsächlich von Zecken, in seltenen Fällen auch von dem Genuss roher Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch übertragen. Bei der Erkrankung kommt es zu einer Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Zeckenalarm allein reicht nicht aus

Da die Hauptüberträger von FSME, die Zecken, mindestens von April bis November aktiv sind, reicht Zeckenalarm, und somit ein ausgedehnter Zeckenschutz alleine, nicht aus. Solange Dein Kind noch nicht selber laufen kann, kannst Du den Aktionsradius selber bestimmen. Sobald Dein Kind aber krabbelt und läuft, reicht ein Gang durch den Garten aus, um mit Zecken in Berührung zu kommen. Eine FSME-Erkrankung kann sehr gefährlich sein, vor allem, weil aufgrund einer Hirnhautentzündung Spätschäden entstehen können, deren Verlauf kaum prognostizierbar ist.

Eine Impfung gegen FSME ist der einzige Schutz, der wirklich effektiv helfen kann. Trotzdem musst Du Dein Kind auch nach einer FSME-Impfung weiterhin gegen Zecken schützen. Zecken übertragen nicht nur FSME, sondern auch Borreliose. Die Impfung gegen FSME schützt nur gegen diese Viruserkrankung, nicht aber gegen Borreliose. Ausreichend schützende Kleidung und die Verwendung von Lotionen gegen Zecken und Mücken bleiben Dir und Deinem Kind daher weiter nicht erspart.

Wo halten sich Zecken auf?

Zecken halten sich nicht nur auf Bäumen oder Büschen auf, sondern hauptsächlich im Gras und im Unterholz. Du musst daher Deinem Kind dichte und feste Schuhe, Strümpfe und eng schliessende Hosen anziehen. Selbst wenn lange Hosen und lange Ärmel in den heissen Sommermonaten mühsam sein können, Zecken abweisende Mittel reichen nicht immer aus. Das Eincremen mit reinem, natürlichem Kokosöl aus der Kaltpressung hat bisher gute Erfolge erzielt. Das reine und pflegende Öl ist auch für zarte und empfindliche Kinderhaut bestens geeignet.

Ab welchem Alter ist die Schutzimpfung bei Kindern möglich?

Die meisten Ärzte raten von einer FSME-Impfung von Kindern unter drei Jahren ab. Kinder, die jünger als drei Jahre alt sind, reagieren auf die Impfung häufig mit Fieber. Solltest Du trotzdem auf eine Impfung nicht verzichten wollen, ist ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt sinnvoll. Lass Dir genau erklären, welche Risiken die Impfung für Dein Kind mit sich bringen kann. Danach kannst Du den Nutzen und das Risiko besser einschätzen und eine treffende Entscheidung fällen. Besonders interessant ist in diesem Fall zu bemerken, dass Ärzte eine FSME-Erkrankung bei Kindern unter drei Jahren als nicht besonders gefährlich einstufen. Bleibende Schäden sind bisher höchst selten aufgetreten.

Die Nord-Schweiz beheimatet die meisten Zecken, die FSME übertragen. Es kommt daher auch darauf an, wo Ihr wohnt und in welchen Gebieten Ihr Eure Ferien verbringen wollt. Solltest Du Dich für eine FSME-Impfung bei Deinem Kind entschieden haben, wäre es ratsam, diese in den Wintermonaten durchführen zu lassen. Die Erstimpfung besteht aus drei Einzeldosen. Nach der ersten Impfung folgt eine zweite Dosis innerhalb von drei Monaten, die dritte Impfung ist 9 bis 12 Monate später. Etwa 14 Tage nach der 2. Impfdosis ist ein ausreichender Schutz gegen die Krankheit vorhanden.

Bildquelle: sassi  / pixelio.de

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