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Feuerwerk gehört nicht in Kinderhände

Feuerwerk Kinder Schutz

Es gibt Feste, bei denen ein Feuerwerk einfach dazugehört, wie bei einem Nationalfeiertag, Silvester oder einem runden Geburtstag. Doch wird häufig vergessen, dass es sich bei diesen Raketen, Schwärmern und Krachern um explosive Sprengkörper handelt. Meist wird durch den erfreulichen Anlass das Risiko vor Verletzungen vernachlässigt und so kommt es jedes Jahr zu vielen Unfällen, bei denen Kinder und Jugendliche beteiligt sind.

Überdurchschnittlich häufig werden bei Unfällen mit Feuerwerkskörpern Kinder und Jugendliche Opfer. Die Ursachen dieser Unfälle sind sehr unterschiedlich:

  • Sie hantieren unbeaufsichtigt mit Feuerwerk.
  • Sie kommen den Feuerwerkskörpern zu nahe.
  • Sie werden von brennenden Teilen getroffen.

Bei solchen Unfällen mit Feuerwerkskörpern werden hauptsächlich die Hände, der Kopf und die Augen verletzt. Dabei spielt die Gefährdungskategorie der Feuerwerkskörper eine erhebliche Rolle bei der Verbrennungs- und Explosionsgefahr. In den meisten Fällen, in denen ein Kind oder ein Erwachsener verletzt wird, liegen die Ursachen in einer unsachgemässen Handhabung sowie in mangelnden Sicherheitsvorkehrungen.

Achtung Explosionsgefahr!

Nicht nur für Kinder ist ein Feuerwerk etwas ganz Besonderes. Wenn der Nachthimmel in verschiedenen Farben leuchtet werden Erwachsene und Kinder gleichermassen in einen besonderen Bann gezogen. Diese aufgeheiterte Stimmung und der mögliche Alkoholkonsum der Erwachsenen lässt viele vergessen, dass Feuerwerk und Explosion untrennbar miteinander verknüpft sind und somit auch immer ein entsprechendes Gefahrenpotenzial vorhanden ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein „harmloses“ Tischfeuerwerk oder um eine einzelne, sehr teure Rakete handelt. Egal ob ein Feuerwerk drinnen oder draussen stattfindet - für ein ungetrübtes Vergnügen sollten unbedingt einige Empfehlungen beachtet werden.

In den meisten Kinderaugen sind die bunten Feuerwerkskörper nur harmloses Spielzeug, bei dem ausser einem Knall nichts passieren kann. Ihnen fehlt das nötige Verständnis für die verborgenen Gefahren und Risiken. Für die nötige Aufsicht und Sicherheitsmassnahmen spielt das Alter des Kindes keine Rolle, denn mit dem Schwarzpulver in den Feuerwerkskörpern ist nicht zu spassen.

Feuerwerk ist nicht gleich Feuerwerk

Sobald die verschiedenen Feuerwerkskörper im Handel angeboten werden, finden sich leider auch immer wieder illegale Billigimporte im Angebot. Vor allem bergen diese zum Vergnügen hergestellten Sprengkörper ein extremes Gefahrenpotenzial. Sie werden ohne behördliche Aufsicht und Überwachung produziert und erfüllen meist keine einzige Sicherheitsvorschrift. Auf einen Kauf von solchen Produkten sollte zugunsten der Sicherheit und Gesundheit der Familie verzichtet werden, auch wenn der Preis noch so verlockend ist. Stattdessen sollten Sie bei jedem Kauf auf Feuerwerkskörper achten, welche die nötige Zertifizierung und eine ausgewiesene Gefahrenklasse aufweisen. Nur so können Sie das Risiko entsprechend einschränken und die heiteren Momente zwar nicht unbesorgt, doch mit einem besseren Gefühl geniessen.

Das spezielle Kinderfeuerwerk

Mittlerweile haben die Produzenten von Feuerwerkskörpern entsprechend reagiert und bieten Kinderfeuerwerk mit einer speziellen Feuerwerkskategorie an. Bei diesen, über das ganze Jahr frei erwerblichen, Produkten wird der Einsatz von Chemikalien auf ein absolutes Minimum reduziert. Aber selbst bei diesem „harmlosen“ Kinderspass sollten die Sicherheitsmassnahmen des Herstellers beachtet werden und das Kind ein entsprechendes Alter von mindestens 12 Jahren haben. Der beste Schutz für Ihr Kind ist aber auf jeden Fall, wenn Sie anstelle des Kindes die Feuerwerkskörper zünden.

Verbrennungen und Feuer

Ein Feuerwerk hat nicht nur ein enormes Verletzungspotenzial, bei dem die Hände und der Kopf am meisten durch Verbrennungen gefährdet sind. Einige, als mehrheitlich harmlos geltende Produkte wie Goldregen, Wunderkerzen oder ein bengalisches Feuer bergen eine andere Gefahr: Hier können glühende Funken auf leicht entflammbaren Materialien sehr schnell zu einem unkontrollierbaren Feuer führen.

Durch niedergehende Funken oder einen unbeabsichtigten Funkenflug kann es unter verschiedenen Umständen zu extrem gefährlichen Kettenreaktionen kommen. Deshalb sollte die nähere Umgebung immer streng beaufsichtigt werden und mögliche Gefahrenquellen schon vor dem Anzünden der Spassmacher aus der Funkenflugweite entfernt werden.

Achten Sie aus diesem Grund bei jedem Feuerwerk nicht nur auf die Sicherheitsmassnahmen, sondern auch auf den Brandschutz. Halten Sie am besten immer einen geeigneten Feuerlöscher in der Nähe griffbereit. Falls Sie keinen besitzen, sollten Sie mindestens einen Eimer Wasser bereithalten.

So reduzieren Sie das Risiko

  • Lassen Sie sich bei Kauf der Feuerwerkskörper vom Verkaufspersonal instruieren und befolgen Sie unbedingt die Gebrauchsanweisung.
  • Für Kinderhände sind Feuerwerkskörper tabu.
  • Jugendlichen sollte der verantwortungsvolle Umgang mit dem Feuerwerk gezeigt werden und diese bei der Handhabung beaufsichtigt werden.
  • Beachten Sie die angegebenen Sicherheitsabstände in der Gebrauchsanweisung und feuern Sie einen Feuerwerkskörper nie in einer Menschenmenge ab.
  • Verwenden Sie für den sicheren Halt der Raketen die Abschussvorrichtungen, welche an den Verkaufsstellen angeboten werden.
  • In der Nähe von Feuerwerk gilt ein striktes Rauchverbot.
  • Nähern Sie sich einem Feuerwerk, das nicht abbrennt, erst nach zehn Minuten und unternehmen Sie keine Nachzündversuche.

Fazit

Auch wenn ein Feuerwerk faszinierend für das Auge und zum Teil ziemlich laut für die Ohren ist, sollten Sie nicht vergessen, dass es sich hier um kleine Mengen von Sprengstoff handelt. Bekanntlich bergen Feuer und Sprengstoff auch bei Kleinstmengen immer eine grosse Gefahr. Aus diesem Grund, gehören Feuerwerkskörper auf keinen Fall in Kinderhände und während eines Feuerwerks sollte das Kind nie unbeaufsichtigt bleiben. Eine zusätzliche wichtige Vorsichtsmassnahme ist es, sich über den Gebrauch der einzelnen Produkte sorgfältig zu informieren und sich qualitativ hochwertiges Feuerwerk mit möglichst geringer Gefahrenstufe zu besorgen.

Bildquelle: Myagi / pixabay.com

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